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Das Henne-Ei-Problem des mobile payments – endlich geklärt, nur in Deutschland nicht!

Schon seit einigen Jahren ist die technische Umsetzung des mobile payments mit Hilfe von NFC-Chips möglich.

Doch wieso haben wir dieses System dann nicht schon lange?
Eine Bezahlmethode, die den Spagat zwischen EC-Zahlung und Online-Banking schafft. Kleinere Zahlung überall, schnell und bargeldlos.

Das Henne-Ei-Problem
Die Geschäfte sahen damals keinen Grund sich die Lesegeräte anzuschaffen, da es keine Nachfrage gab was sich auf die schmale Verbreitung der mit NFC-Chips ausgestatten Handys zurück führen lässt.
Die Hersteller der Handys sahen keinen Grund, da es keine Lesegeräte in den Shops gab.
Hätten wir, die Nutzer, danach geschrien, wäre es vermutlich schon lange normal mit dem Handy seine Brötchen, seinen Parkschein oder seine Fahrkarten zu bezahlen.
Folgerung: Die Gesellschaft war nicht bereit dafür.

Doch nun kommt der Stein ins Rollen. Nahezu jeder 2. Deutsche besitzt heutzutage ein Smartphone. Laut Umfrage lassen wir lieber unser Portmonee Zuhause als unser Handy. Das klingt nach einem erheblichen Potential.

Doch wo liegt nun das Problem?
Die Gesellschaft scheint dafür bereit zu sein – Die Technik ist dafür bereit – Nur die Banken bisher nicht.
Da die Telekoms von den Banken einen Tarif beziehen möchten für die Bezahlung via Handy, sind die meisten Banken in Deutschland sehr zurückhaltend.

Den richtigen Weg haben meiner Meinung nach Visacard mit V-Pay und MasterCard mit PayPass beschritten.
Sie rüsteten ihre Karten mit NFC-Chips auf und versahen 124 000 Läden in den USA mit dem neuen Lesegeräten, um ihr Zahlungsnetzwerk aufrecht zu erhalten und möglichst wenig ihrer Infrastruktur an Mitbewerber abgeben zu müssen.

Gut, zugegeben, nun werden Apple, Sony, Nokia und Co. sicherlich keine eigenen Bankinstitutionen aus dem Boden stampfen um ihr mobile payment durchsetzen zu können, aber wäre es nicht eine einfachere Lösung, zu kooperieren liebe Banken? – eure letzte “Revolution” war schließlich die EC-Karte!
Sonst heißt es irgendwann, dass Bill Gates richtig lag.

Banking is necessary, banks are not – Bill Gates

Die Lösung
Banken, die sich mit “mobile device”-Herstellern zusammen schließen und die Geschäfte selber mit den Geräten ausstatten.
So geschehen bei Google, Citybank und Mastercard. Alle zusammen geschlossen als Google Wallet geben eine Einheit, die sowohl die Bank-, als auch die Lesegerät- sowie die NFC-Komponente beinhalten. Leider momentan nur in den USA.
Aber auch ohne Banken funktioniert das ganze: z.B. mit PayPal und seinem NFC-basierten Bezahldienst, bei dem die Bezahlung P2P möglich ist, der auf der diesjährigen MobileBeat-Konferenz vorgestellt wurde. Eine kleine Demonstration gefällig?

Auch in Japan funktioniert das schon seit längerer Zeit für kleinere Geldbeträge bis 〜25€.
Also haltet euch ran liebe Banken, denn wenn Apple uns mit dem iTunes-Store eines bewiesen hat, dann, dass derjenige der die Standards setzt, das größte Stück vom Kuchen kriegt. Sollte Wallet in den USA boomen, wird es sicher nicht lange dauern, bis sie sich auch auf den deutschen Markt ausweiten.


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Fabian Eßer – who has written posts on IT:Agenten GmbH.
Fabian Eßer seit 2013 Mediengestalter für Digital- und Printmedien bei der IT:Agenten GmbH und beschäftigt sich überwiegend mit UserInterfaces und UserExperiences sowie Frontend-Development.

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2 Responses to “Das Henne-Ei-Problem des mobile payments – endlich geklärt, nur in Deutschland nicht!”

  1. Marco Engelhard 27. Oktober 2011 at 08:21 #

    ein paar News zum Thema: http://www.heise.de/newsticker/meldung/BlackBerry-darf-Kreditkarte-spielen-1367211.html

  2. Janina 4. November 2011 at 14:46 #

    Bin sehr gespannt ob mit Google Wallet der Durchbruch im Mobile Payment kommt..